Unze
Die Unze ist die klassische Gewichtseinheit für Edelmetalle und wird im Weltmarkt für selbige verwendet. Dabei handelt es sich ursprünglich um eine Maßeinheit, die von den Römern bereits ab dem fünften Jahrhundert v. Chr. verwendet wurde.
Die Römer übernahmen das Zahlen- und Gewichtssystem, allerdings vereinfachten sie das Duodezimalsystem der Griechen. Dabei führten sie die Grundzahl 12 ein. Die Unze war dabei ein Zwölftel einer Gewichtseinheit. Der Vorteil bei dieser Einteilung lag darin, dass auch die üblichen Brüche, ein Viertel oder ein Drittel problemlos mit dieser Grundzahl 12 verwendet werden konnten.
Der Begriff Unze stammt dabei aus dem Lateinischen von uncia. Dort bedeutet das Wort so viel wie ein Zwölftel. Noch heute wird die Unze verwendet, allerdings nur noch als Maßeinheit für Edelmetalle, die an den Weltbörsen gehandelt werden. Die römische Unze hatte ein Gewicht von 27,29 Gramm. Sie diente schon damals als wichtige Maßeinheit bei der Münzprägung.
In Europa wird die Unze als Maßeinheit hingegen nicht mehr verwendet, sie wurde von der EU als Handelsgewicht sogar verboten. Allerdings darf die Troy-Unze, die nach der französischen Stadt Troyes benannt ist, noch weiter verwendet werden. Die Troy-Unze entspricht in ihrem Gewicht einem Zwölftel eines Troy-Pfundes. Dieses wieder beträgt 373,242 Gramm. Im internationalen Handel mit Gold wird das Gewicht des Edelmetalls noch immer in Troy-Unzen, die auch als Feinunzen bezeichnet werden, angegeben.