Goldbarren vs Goldmünzen

Die Investition in Gold gilt als krisensicher und erfreut sich spätestens seit der Weltwirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 einer steigenden Beliebtheit. Wer in physisches Gold investiert, will sich vor dem Werteverfall der Währungen schützen.

Dabei hat man grundsätzlich zwei Möglichkeiten, in physisches Gold zu investieren: Nämlich die Goldbarren und die Goldmünzen.

Welche Alternative allerdings die bessere Variante ist, muss jeder für sich selbst herausfinden. Grundsätzlich eignen sich beide Varianten nicht für kurzfristige Geldanlagen. Nur, wenn ein mittel- bis langfristiger Anlagehorizont vorhanden ist, kann die Investition in Gold lohnenswert sein.

Die Goldbarren erfreuen sich gemeinhin einer großen Beliebtheit. Allerdings lohnt sich die Investition in der Regel erst ab 50 bis 100 Gramm Goldbarren. Bei kleineren und leichteren Goldbarren ist der Ausgabeaufschlag, der so genannte Spread, der die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis darstellt, sehr hoch. Hier können nur positive Entwicklungen erreicht werden, wenn der Goldpreis sehr stark ansteigt.

Die Goldmünzen hingegen sind mit einem geringeren Spread ausgestattet. Sie bieten weiterhin den Vorteil, dass sie sehr aufwändig geprägt sind. Dadurch lassen sich kleinere Abweichungen bei der Prägung schnell erkennen, so dass auch evtl. Fälschungen einfach erkannt werden können. Bei den Goldbarren ist dies ebenfalls erst ab größeren Barren möglich, wenn eine Seriennummer eingeprägt wird.

Beim Verkauf von Goldmünzen kann es hingegen zu Abschlägen kommen, sollten die Münzen beschädigt sein. Sie lassen sich aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades und der entsprechenden Nachfrage jedoch sehr einfach verkaufen. Goldbarren lassen sich meist in kleineren Einheiten besser verkaufen, da die Kosten nicht so hoch sind. Hier winken jedoch ebenfalls Abschläge, wenn sie von einem Hersteller stammen, der nicht auf der Good Delivery List zu finden  ist.