Goldbarren vs Goldschmuck
Wer in physisches Gold investieren will, dem stellt sich oft die Frage, welche Möglichkeiten sich ihm bieten. Am bekanntesten ist dabei wohl die Investition in Goldbarren. Darüber hinaus entscheiden sich einige Anleger auch für Goldschmuck.
Der Goldschmuck gilt seit jeher als schmückendes Beiwerk, aber auch als Statussymbol. Er soll Wohlstand und in gewissem Maße auch Macht darstellen. Doch eignet sich Goldschmuck auch als Geldanlage? Hier muss man deutlich unterscheiden. Goldschmuck wird nur sehr selten aus reinem Gold angefertigt. Es sind meist Legierungen zwischen dem 333er und dem 850er Gold, die für Goldschmuck verwendet werden.
Die 850er Legierung ist allerdings eher selten anzutreffen, in Deutschland üblich ist 333er Gold beim Schmuck. Da es sich hierbei um einen recht geringen Anteil des Edelmetalls handelt, ist Goldschmuck recht preiswert und lässt sich auch von weniger betuchten Menschen erwerben. Als Geldanlage dient diese geringe Legierung deshalb nur bedingt. Im Gegensatz dazu stehen die Goldbarren, bei denen fast immer ein 999er Gold verwendet wird, also eine Legierung, bei der kaum andere Bestandteile enthalten sind.
Allerdings kann der Goldschmuck ebenfalls sehr wertvoll werden. Dies sieht man an alten Schmuckstücken, die von Generation zu Generation weiter gegeben wurden. Sie haben einen recht hohen Wert, allerdings eher in Sammlerkreisen, denn auf dem Goldmarkt. Zudem ergibt sich bei Goldschmuck das Problem, das Schmuck getragen wird. Dadurch kommt es zu Gebrauchsspuren, die den Wert ebenfalls sinken lassen können. Als Geldanlage eignet sich Goldschmuck daher eher weniger, sinnvoller ist es, in die beliebten Goldbarren zu investieren.