Goldmünzen verkaufen
Goldmünzen gibt es in zwei verschiedenen Varianten. Zum einen gibt es die Sammlermünzen. Zum anderen gibt es die Anlagemünzen. Bei den Sammlermünzen handelt es sich sehr häufig um Münzen, die zwar hauptsächlich aus Gold bestehen – sie haben allerdings eine Beimischung an anderen Metallen. Anlagemünzen bestehen hingegen aus reinem Gold mit einem Anteil von 999,9/1000.
Hieraus ergeben sich für den Verkauf zwei mögliche Wege. Um die Anlagemünzen zu verkaufen, kann das Goldgewicht geltend gemacht werden. Hier ergeben sich durch die Steigerung des Edelmetalls kaum Nachteile gegenüber dem Verkauf von Barren. Bei Sammlermünzen ist dies zwar möglich, aber die Preise liegen unter denen von reinem Gold. Dies ist damit begründet, dass die Beimischungen vom Goldpreis abgezogen werden, da sie für den Käufer wertlos sind. Die Sammlermünzen müssen nochmals einem Verfahren unterzogen werden, bei dem die anderen Metalle vom Gold getrennt werden. Ob es sich um eine Sammlermünze handelt, lässt sich optisch in der Regel durch die Farbe bestimmen. Im Gegensatz zu reinem Gold zeigen die Münzen mit Beimischungen farbliche Nuancen, die durch die Beimischungen entstehen.
Der Unterschied zwischen Sammler- und Anlagemünzen wird auch vom Gesetzgeber gemacht. Anlagemünzen sind von der Umsatzsteuer befreit. Sammlermünzen unterliegen der Umsatzsteuer, so dass sie für einen Privatmann als Geldanlage praktisch ungeeignet sind.
Wenn die Goldmünzen verkauft werden sollen, sollte die Unterscheidung zwischen den beiden Münzenarten getroffen werden. Sammlermünzen bringen häufig viel mehr Geld, wenn sie in Sammlerbörsen angeboten werden. Auch der Verkauf über eine Internetauktion bringt in der Regel gutes Geld. Daneben bieten sich für die Sammlermünzen noch spezielle Händler an, die diese Form von Goldmünzen von Privatpersonen aufkaufen. Wie auch bei Anlagemünzen sollte allerdings der Goldpreis und der Gewichtsanteil des Edelmetalls an der Münze berücksichtigt werden. Viele Händler machen Angebote, die für das Gewicht des Goldanteils nicht angemessen sind. Hier gilt es für den Sammler, den tagesaktuellen Goldpreis und den Preis für den Goldanteil der Ware zu ermitteln.
Anlagemünzen können praktisch überall verkauft werden. Banken bieten hierfür gute Möglichkeiten. Allerdings werden sie nicht den Tagespreis für das Gold bezahlen wollen. Händler sind noch ungeeigneter für den Verkauf dieser Münzen. Sie müssen an den Münzen Geld verdienen. Und deshalb machen sie in der Regel die schlechtesten Angebote. Auch der Verkauf in einer Internetauktion wird nicht den Wert bringen, den die Münze besitzt.
Für beide Münzarten kommt noch der Edelmetallhändler infrage. Hier sollte allerdings ebenfalls genau ermittelt werden, ob die Angebote realistisch sind. Die Händler verdienen am Handel und müssen daher günstiger einkaufen als sie verkaufen.
Für beide Münzarten bieten sich noch die Scheideanstalten an. Sie kaufen die Edelmetalle in der Regel zum tagesaktuellen Preis an. Allerdings sind auch hier Abschläge erkennbar. Die Preise werden im Normalfall einmal täglich festgelegt und gelten für alle Anfragen.
Grundsätzlich gilt beim Verkauf von Goldmünzen, dass möglichst viele Angebote eingeholt werden müssen. Darüber hinaus muss der tagesaktuelle Goldpreis in Erfahrung gebracht werden. Er dient dann als Grundlage für die Einschätzung, ob die Angebote angemessen sind. Sollte kein Angebot infrage kommen, dann kann überlegt werden, ob die Verpfändung der Münzen sinnvoller als der Verkauf ist. Wenn der Goldpreis steigt, dann können die Münzen ausgelöst und zu einem höheren Preis verkauft werden.